Es ist eine bewegte und vieles bewegende Zeit gewesen seit den ersten Massnahmen gegen die Corona-Pandemie im März 2020. Der Spagat zwischen der Aufrechterhaltung eines möglichst normalen Schulbetriebs und dem Schutz der Angehörigen unserer Schule hat uns gefordert – Zeit für einen Rückblick und ein grosses Dankeschön!
Text Ruedi Perren
Illustrationen Alina Eng und Sarah Marmarosch, 22gF
Beitragsbild Livia Stucki, 22gQ
Erinnern wir uns zurück: Am einschneidendsten war wohl der abrupte Wechsel vom Präsenz- zum Fernunterricht vor mittlerweile gut anderthalb Jahren. Der Entscheid kam nicht ganz unerwartet; für die Vorbereitung der Umstellung blieb aber letztlich nur ein Wochenende Zeit. Alle haben nicht nur zu diesem Zeitpunkt mit viel Verständnis reagiert und das Beste aus der Situation gemacht!
Der erste positive Fall an unserer Schule wurde am 17. September 2020 während der Herbstferien gemeldet. Es folgten Spielerinnen eines Volleyballteams, dann wieder Einzelfälle, insgesamt ein halbes Dutzend temporäre Klassenschliessungen, Spieler eines Handballteams … Bis heute verzeichnen wir rund 80 positive Fälle an unserer Schule, das sind gut fünf Prozent aller Schul-Angehörigen. Die Anzahl positiv getesteter Personen an unsere Schule ist zurzeit deutlich tiefer als der Schweizerische Gesamtschnitt oder auch derjenige des Kantons Bern.
Was sind wohl die Gründe für dieses erfreuliche Resultat? Ist es die hohe Disziplin oder ist es eher die Robustheit, der gute Gesundheitszustand einer Mehrheit unserer Schulangehörigen? Sind es die Schutzkonzepte? Niemand weiss es genau. Die Vermutung, es gebe eine hohe Dunkelziffer wegen der meist unauffälligen Symptomatik bei Jugendlichen haben die Breitentests im Sommer 2021 mindestens relativiert.
Die immer wieder auch kurzfristig wechselnden Vorschriften haben die Angehörigen unserer Schule mitgetragen. Nur ganz selten verlor jemand die Geduld oder musste mit sich und dem Verständnis für die geltenden Zustände kämpfen. Kritik erlebte ich immer als begründet und als differenziert vorgetragen. Die Gespräche während meiner Kontrollgänge in der Essenszeit beispielsweise zeigten mir eindrücklich, wo der Schuh drückt und wie reif und verantwortungsvoll unsere Schüler*innen meist mit der anspruchsvollen Situation umgehen.
Auch Lehrpersonen und die Mitarbeitenden in der Verwaltung und im Hausdienst musst flexibel, offen und kreativ mit der Situation umgehen und – immer wieder – einen erheblichen Mehraufwand leisten. So möchte ich allen ein grosses Kompliment aussprechen und herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen sowie die feine Zusammenarbeit danken!
Dasselbe gilt für die zuständigen Behörden, die bisher mit bewundernswerter Treffsicherheit und Konstanz gehandelt und verordnet haben. Auskünfte und Hilfestellungen konnten wir jederzeit anfordern.
Folgende Devise hat sich bewährt: Wir versuchen, trotz allem, einen möglichst hohen Grad an Normalität zu leben. Wir setzen die Vorgaben möglichst vernünftig und trotzdem konsequent um. Wir bleiben zuversichtlich und vorsichtig.






















































