Editorial

Inhalte

«lab» – Experimentierfeld der Kontraste


«lab» – Experimentierfeld der Kontraste


Körper und Raum, Bewegung und Statik, Form und Gestalt, Subjekt und Objekt, Präsenz, Ausdruck, Improvisation, Interaktion, Interpretation und Komposition: Spannungsvolle (Schein-)Widersprüche bildeten den Rahmen für ein interdisziplinäres Abschlussprojekt der Schwerpunktfachausbildung der Fächer Bildnerisches Gestalten und Musik. 

 

Text Andrea Stuker

Video Flavio Wischi

Fotos Lara Buchschacher, 23gF, Giulia Schlebert, 23gQ

 

Im Rahmen des Abschlussprojektes Musik und Bildnerisches Gestalten des 21g-Jahrgangs wurden Tanz/Performance, Komposition und visuelle Kunst miteinander verbunden. Individuell oder in Kleingruppen entschieden die Schüler*innen, mit welchen Inhalten, gestalterischen Mitteln und an welchen Orten Sie sich beschäftigen wollten. Die Lernenden arbeiteten überwiegend selbstorganisiert. Geleitet und betreut wurden sie von den Lehrperpersonen Manuela Hugi, Hans-Peter Gilgen, Andrea Stuker und der Tänzerin und Performerin Simea Cavelti.

 

Das Projekt war zu Beginn prozessorientiert. Ein Labor des Experimentierens stand im Zentrum. Im Verlauf des Projekts konnte eine Idee in einem Produkt münden. Es konnten aber auch Versuche und Experimente bis am Ende im Zentrum stehen bleiben und am Schluss in eine angemessene Form gebracht werden.

  

Immer wieder traten die Schüler*innen zurück, um Entstandenes, Erarbeitetes und Zugefallenes zu reflektieren. Folgende Fragen wurden dabei gestellt: Wie geht es weiter? Wohin wollen wir? Was will ich? Worum geht es mir bzw. uns?  


Mehr lesen…

 

Situierung 

Im Primaprojekt vereinten sich alle Arbeitsfelder des Lehrplans Bildnerisches Gestalten. Und trotzdem war es komplett anders und neu für die Schüler*innen: Sie befanden sich in einem spannungsvollen Widerspruch. Der eigene Körper wurde zur Ausgangslage der Gestaltung. 

 

Die Schüler*innen brachten unterschiedliche Erfahrungen mit. Ein Kletterer hatte ein anderes Bewegungsrepertoire als eine Tänzerin, eine OL-Läuferin, ein Koch, eine Denkerin … 

 

Im Verlauf des Projekts kamen die Schüler*innen des Schwerpunktfachs Musik dazu. Es entstanden mehrere fächerübergreifende Projekte. So wurden für einige Gestalter*innen die Musik und für Musiker*innen die Performance zur Ausgangslage des Projekts. 

 

Allgemeiner Inhalt  

In diesem interdisziplinären Projekt ging es darum, «Körper und Räume» differenziert wahrzunehmen, darzustellen, zu erfinden und zu inszenieren. Die Lernenden nahmen Orte, Räume und Figuren  situativ wahr und interpretierten sie, um in einem weiteren Schritt mit gestalterischen Interventionen darauf reagieren zu können. Weiter sollten Bewegung und Zeit als körper- und raumbezogene Ausdrucksformen erfahrbar gemacht und eingesetzt werden. 

 

Die Schüler*innen arbeiteten mit zwei- und dreidimensionalen Darstellungs- und Ausdrucksmitteln und/oder zeitbasierten Gestaltungsmitteln.  

Die Tänzerin, Performerin und ehemalige Gymnasiastin Simea Cavelti begleitete das Projekt in der Eröffnungsphase, während individuellen Zwischenbesprechungen und beim Abschliessen und Präsentieren.  

 

Geendet hat das Projekt mit einem Anlass, an welchem die Schüler*innen vor Publikum Ihre Prozesse und Resultate präsentierten. 

 

Übergeordnete Ziele 

Es ging darum, Komfortzonen zu verlassen, um Grenzen zu erfahren und Erkenntnisse zu gewinnen. 

 

Die Neugierde sich selber und der Umwelt gegenüber sollte gefördert und Blickwinkel geändert werden. Aus Gewohnheiten wurde ausgebrochen und Bekanntes anders verwendet. 

 
 

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«lab» – Experimentierfeld der Kontraste


Körper und Raum, Bewegung und Statik, Form und Gestalt, Subjekt und Objekt, Präsenz, Ausdruck, Improvisation, Interaktion, Interpretation und Komposition: Spannungsvolle (Schein-)Widersprüche bildeten den Rahmen für ein interdisziplinäres Abschlussprojekt der Schwerpunktfachausbildung der Fächer Bildnerisches Gestalten und Musik. 

 

Text Andrea Stuker

Video Flavio Wischi

Fotos Lara Buchschacher, 23gF, Giulia Schlebert, 23gQ

 

Im Rahmen des Abschlussprojektes Musik und Bildnerisches Gestalten des 21g-Jahrgangs wurden Tanz/Performance, Komposition und visuelle Kunst miteinander verbunden. Individuell oder in Kleingruppen entschieden die Schüler*innen, mit welchen Inhalten, gestalterischen Mitteln und an welchen Orten Sie sich beschäftigen wollten. Die Lernenden arbeiteten überwiegend selbstorganisiert. Geleitet und betreut wurden sie von den Lehrperpersonen Manuela Hugi, Hans-Peter Gilgen, Andrea Stuker und der Tänzerin und Performerin Simea Cavelti.

 

Das Projekt war zu Beginn prozessorientiert. Ein Labor des Experimentierens stand im Zentrum. Im Verlauf des Projekts konnte eine Idee in einem Produkt münden. Es konnten aber auch Versuche und Experimente bis am Ende im Zentrum stehen bleiben und am Schluss in eine angemessene Form gebracht werden.

  

Immer wieder traten die Schüler*innen zurück, um Entstandenes, Erarbeitetes und Zugefallenes zu reflektieren. Folgende Fragen wurden dabei gestellt: Wie geht es weiter? Wohin wollen wir? Was will ich? Worum geht es mir bzw. uns?  


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Situierung 

Im Primaprojekt vereinten sich alle Arbeitsfelder des Lehrplans Bildnerisches Gestalten. Und trotzdem war es komplett anders und neu für die Schüler*innen: Sie befanden sich in einem spannungsvollen Widerspruch. Der eigene Körper wurde zur Ausgangslage der Gestaltung. 

 

Die Schüler*innen brachten unterschiedliche Erfahrungen mit. Ein Kletterer hatte ein anderes Bewegungsrepertoire als eine Tänzerin, eine OL-Läuferin, ein Koch, eine Denkerin … 

 

Im Verlauf des Projekts kamen die Schüler*innen des Schwerpunktfachs Musik dazu. Es entstanden mehrere fächerübergreifende Projekte. So wurden für einige Gestalter*innen die Musik und für Musiker*innen die Performance zur Ausgangslage des Projekts. 

 

Allgemeiner Inhalt  

In diesem interdisziplinären Projekt ging es darum, «Körper und Räume» differenziert wahrzunehmen, darzustellen, zu erfinden und zu inszenieren. Die Lernenden nahmen Orte, Räume und Figuren  situativ wahr und interpretierten sie, um in einem weiteren Schritt mit gestalterischen Interventionen darauf reagieren zu können. Weiter sollten Bewegung und Zeit als körper- und raumbezogene Ausdrucksformen erfahrbar gemacht und eingesetzt werden. 

 

Die Schüler*innen arbeiteten mit zwei- und dreidimensionalen Darstellungs- und Ausdrucksmitteln und/oder zeitbasierten Gestaltungsmitteln.  

Die Tänzerin, Performerin und ehemalige Gymnasiastin Simea Cavelti begleitete das Projekt in der Eröffnungsphase, während individuellen Zwischenbesprechungen und beim Abschliessen und Präsentieren.  

 

Geendet hat das Projekt mit einem Anlass, an welchem die Schüler*innen vor Publikum Ihre Prozesse und Resultate präsentierten. 

 

Übergeordnete Ziele 

Es ging darum, Komfortzonen zu verlassen, um Grenzen zu erfahren und Erkenntnisse zu gewinnen. 

 

Die Neugierde sich selber und der Umwelt gegenüber sollte gefördert und Blickwinkel geändert werden. Aus Gewohnheiten wurde ausgebrochen und Bekanntes anders verwendet. 

 
 

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