Editorial

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Идиот или идёт?


Идиот или идёт?


«Ich belege das Freifach Russisch» – bei manchen Schüler*innen sorgt dieser Satz für Erstaunen. Man hört dann Antworten wie «boah, das könnte ich nie …» oder «Hast du dafür überhaupt Zeit?»

 

Text Alisha Probst, Lina Zbinden (24gR)
Abbildung Jacqueline Sposato

 

Es stimmt, Russisch ist eine zusätzliche Herausforderung und es benötigt doch etwas Zeit, um diese Sprache zu erlernen: Was passiert wenn, aus dem B, wie wir es kennen, plötzlich ein V wird? Wann spricht man statt O ein A? Ist идёт jetzt eine Beleidigung oder doch die dritte Person Singular des Verbs «gehen»? Und am allerwichtigsten, was ist denn jetzt der originale russische Trinkspruch?

 

Aber diese Herausforderungen sind genau das, was Russisch so interessant macht. Ein komplett neues Sprachsystem, ein neues Alphabet und eine uns fremde Kultur. Das Erlernen des kyrillischen Alphabets, in Druck- und Schreibschrift, steht im Unterricht an erster Stelle. Danach wird Stück für Stück Vokabular mit Hilfe des Lehrmittels «Конечно» (sprich: «kanjeschna») aufgebaut. Grammatik wird so lange behandelt, bis auch der Letzte den Präpositiv versteht. Das gemeinsame Unterstützen im Klassenverband bringt alle voran. Wenn man doch irgendwo mal feststeckt, helfen die Muttersprachler*innen gerne weiter. Inhalte werden spannend und oft auch spielerisch rübergebracht. So kommt es vor, dass im Unterricht auch mal Kahoot oder Quizlet-Duell gespielt wird.

 

Neben den grammatikalischen Aspekten lernt man auch die russische Kultur kennen. Sei das mit einem Abend russischer Cuisine oder indem man klärt, woher eigentlich die Namen der Wochentage herkommen. Doch auch ausserhalb des Russisch-Unterrichts ist Russisch präsent. Denn eigentlich hat es schon seine Vorteile, wenn plötzlich eine neue «Geheimsprache» im Alltag auftaucht.

 

Russisch kann als Freifach oder nach dem zweiten Jahr des Gymnasiums auch als Schwerpunktfach gewählt werden. Je nachdem, wie weit man gehen will, liegt neben einem Aufenthalt in der Ukraine und einer Intensivwoche mit den Russisch-Schüler*innen aus dem Gymnasium Kirchenfeld sogar ein Sprachdiplom drin.
Das Fach Russisch ist nicht nur etwas für angehende Kommunisten und Kommunistinnen, sondern auch für alle, die nach Russland reisen möchten, ein zusätzliches Sprachdiplom erwerben wollen oder sich für slavische Sprachen interessieren. Oder dann einfach aus Verbundenheit zur eigenen oder fremden Kultur.

 
 

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Идиот или идёт?


«Ich belege das Freifach Russisch» – bei manchen Schüler*innen sorgt dieser Satz für Erstaunen. Man hört dann Antworten wie «boah, das könnte ich nie …» oder «Hast du dafür überhaupt Zeit?»

 

Text Alisha Probst, Lina Zbinden (24gR)
Abbildung Jacqueline Sposato

 

Es stimmt, Russisch ist eine zusätzliche Herausforderung und es benötigt doch etwas Zeit, um diese Sprache zu erlernen: Was passiert wenn, aus dem B, wie wir es kennen, plötzlich ein V wird? Wann spricht man statt O ein A? Ist идёт jetzt eine Beleidigung oder doch die dritte Person Singular des Verbs «gehen»? Und am allerwichtigsten, was ist denn jetzt der originale russische Trinkspruch?

 

Aber diese Herausforderungen sind genau das, was Russisch so interessant macht. Ein komplett neues Sprachsystem, ein neues Alphabet und eine uns fremde Kultur. Das Erlernen des kyrillischen Alphabets, in Druck- und Schreibschrift, steht im Unterricht an erster Stelle. Danach wird Stück für Stück Vokabular mit Hilfe des Lehrmittels «Конечно» (sprich: «kanjeschna») aufgebaut. Grammatik wird so lange behandelt, bis auch der Letzte den Präpositiv versteht. Das gemeinsame Unterstützen im Klassenverband bringt alle voran. Wenn man doch irgendwo mal feststeckt, helfen die Muttersprachler*innen gerne weiter. Inhalte werden spannend und oft auch spielerisch rübergebracht. So kommt es vor, dass im Unterricht auch mal Kahoot oder Quizlet-Duell gespielt wird.

 

Neben den grammatikalischen Aspekten lernt man auch die russische Kultur kennen. Sei das mit einem Abend russischer Cuisine oder indem man klärt, woher eigentlich die Namen der Wochentage herkommen. Doch auch ausserhalb des Russisch-Unterrichts ist Russisch präsent. Denn eigentlich hat es schon seine Vorteile, wenn plötzlich eine neue «Geheimsprache» im Alltag auftaucht.

 

Russisch kann als Freifach oder nach dem zweiten Jahr des Gymnasiums auch als Schwerpunktfach gewählt werden. Je nachdem, wie weit man gehen will, liegt neben einem Aufenthalt in der Ukraine und einer Intensivwoche mit den Russisch-Schüler*innen aus dem Gymnasium Kirchenfeld sogar ein Sprachdiplom drin.
Das Fach Russisch ist nicht nur etwas für angehende Kommunisten und Kommunistinnen, sondern auch für alle, die nach Russland reisen möchten, ein zusätzliches Sprachdiplom erwerben wollen oder sich für slavische Sprachen interessieren. Oder dann einfach aus Verbundenheit zur eigenen oder fremden Kultur.

 
 

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