Editorial

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Ein Werk – verschiedene Perspektiven


Ein Werk – verschiedene Perspektiven


Im Rahmen des Französisch-Unterrichts haben Lernende der Klasse 23gD Werke von Eric-Emmanuel Schmitt gelesen und ihre Erkenntnisse in einem Carnet zusammengefasst. Das Projekt zeigt, wie gemeinsame Lektüre im Fremdsprachenunterricht selbstorganisiert und produktorientiert gestaltet werden kann.

 

Text Geeththana Vyithiyalingam

Seiten aus der Dokumentation Joel Allemann, Simea Bärtschi, Sara Loosli, Luc Marolf, 23gD

 

Die Schüler*innen haben im zweiten Semester des zweiten Ausbildungsjahres einen Cercle de lecture  durchgeführt. Es ging darum, in kleineren Arbeitsgruppen ein Werk über die grossen Weltreligionen aus dem Cycle de l’invisible des berühmten Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt zu wählen und dieses dann selbständig zu analysieren und zu diskutieren.

 

Die Lernenden durften innerhalb der Gruppe selbst bestimmen, wie viele Seiten sie jede Woche vorbereiten wollten. Ihre Aufgabe war es, die bestimmten Seiten zu lesen und sich auf die Gruppendiskussion (eine Lektion pro Woche) vorzubereiten. Am Ende der Gespräche haben sie ihre Erkenntnisse in einem Carnet zusammengefasst. Dieses wurde dann, nebst der mündlichen Prüfung (die letzte Gruppendiskussion), als Endprodukt dieses Projekts von der Lehrperson bewertet.


Mehr lesen…

 

Um die Analyse des Gelesenen zu strukturieren, hatte jeder Schüler bzw. jede Schülerin eine bestimmte Rolle in der Gruppe. Diese Aufteilung half den Lernenden, das Werk aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten:

– Der/die narrateur/-trice war dafür zuständig, das Gelesene für die anderen Gruppenmitglieder zusammenzufassen und das Nichtverstandene zu erklären;
– der/die responsable de l’extrait musste ein- bis zwei wichtige Ausschnitte/Schlüsselszenen wählen und diese erklären;
– der/die animateur/-trice hatte die Aufgabe, drei bis vier Fragen für die Diskussion vorzubereiten;
– der/die connecteur/-trice musste eine Verbindung zwischen dem Werk und seinem/ihrem Leben bzw. Welterfahrung finden;
– der/die illustrateur/-trice musste ein Produkt erstellen, welches das Gelesene repräsentiert.

 

Die Bilder aus einem Carnet lassen erahnen, mit wie viel Engagement und Interesse die Gruppen ans Werk gegangen sind. Beispielhaft dafür stehen Abbildungen aus dem Carnet von Simea Bärtschi, Sara Loosli, Luc Marolf und Joel Allemann. Gelesen hat die Gruppe die Erzählung «Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran». In Schmitts Bestseller – mittlerweile auch ein Klassiker der Schullektüre – findet  Momo, ein jüdischer Junge, der von seinem Vater nie Liebe erfuhr, in Monsieur Ibrahim einen Ersatzvater. Von ihm lernt er, wie er seinen Frieden finden und seinen Eltern verzeihen kann.

 

Nach der Adoption Momos brechen die beiden zu einer Reise in Ibrahims Heimat, in die Normandie, auf. Kurz bevor sie ihr Ziel erreichen, erleidet Monsieur Ibrahim bei einem Autounfall schwere Verletzungen und stirbt ruhig und gelassen in Momos Beisein in dem sicheren Wissen, dem Jungen alles Notwendige beigebracht zu haben und ihn gut versorgt zu wissen.

 

Das Ziel dieses Projektes war einerseits, dass die Lernenden einerseits so oft wie möglich Französisch sprechen. Andererseits ging es darum, ihnen die Art und Weise, wie ein literarisches Werk analysiert werden kann, näher zu bringen. Aus den Rückmeldungen der Gruppen ist zu entnehmen, dass die Schüler*innen viel gelernt haben und dass ihnen das Erarbeiten und Analysieren ihres Werkes im Rahmen dieses Projektes sehr viel Freude bereitet hat.

 

 

 

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Abschlussklassen

Verabschiedungen

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Ein Werk – verschiedene Perspektiven


Im Rahmen des Französisch-Unterrichts haben Lernende der Klasse 23gD Werke von Eric-Emmanuel Schmitt gelesen und ihre Erkenntnisse in einem Carnet zusammengefasst. Das Projekt zeigt, wie gemeinsame Lektüre im Fremdsprachenunterricht selbstorganisiert und produktorientiert gestaltet werden kann.

 

Text Geeththana Vyithiyalingam

Seiten aus der Dokumentation Joel Allemann, Simea Bärtschi, Sara Loosli, Luc Marolf, 23gD

 

Die Schüler*innen haben im zweiten Semester des zweiten Ausbildungsjahres einen Cercle de lecture  durchgeführt. Es ging darum, in kleineren Arbeitsgruppen ein Werk über die grossen Weltreligionen aus dem Cycle de l’invisible des berühmten Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt zu wählen und dieses dann selbständig zu analysieren und zu diskutieren.

 

Die Lernenden durften innerhalb der Gruppe selbst bestimmen, wie viele Seiten sie jede Woche vorbereiten wollten. Ihre Aufgabe war es, die bestimmten Seiten zu lesen und sich auf die Gruppendiskussion (eine Lektion pro Woche) vorzubereiten. Am Ende der Gespräche haben sie ihre Erkenntnisse in einem Carnet zusammengefasst. Dieses wurde dann, nebst der mündlichen Prüfung (die letzte Gruppendiskussion), als Endprodukt dieses Projekts von der Lehrperson bewertet.


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Um die Analyse des Gelesenen zu strukturieren, hatte jeder Schüler bzw. jede Schülerin eine bestimmte Rolle in der Gruppe. Diese Aufteilung half den Lernenden, das Werk aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten:

– Der/die narrateur/-trice war dafür zuständig, das Gelesene für die anderen Gruppenmitglieder zusammenzufassen und das Nichtverstandene zu erklären;
– der/die responsable de l’extrait musste ein- bis zwei wichtige Ausschnitte/Schlüsselszenen wählen und diese erklären;
– der/die animateur/-trice hatte die Aufgabe, drei bis vier Fragen für die Diskussion vorzubereiten;
– der/die connecteur/-trice musste eine Verbindung zwischen dem Werk und seinem/ihrem Leben bzw. Welterfahrung finden;
– der/die illustrateur/-trice musste ein Produkt erstellen, welches das Gelesene repräsentiert.

 

Die Bilder aus einem Carnet lassen erahnen, mit wie viel Engagement und Interesse die Gruppen ans Werk gegangen sind. Beispielhaft dafür stehen Abbildungen aus dem Carnet von Simea Bärtschi, Sara Loosli, Luc Marolf und Joel Allemann. Gelesen hat die Gruppe die Erzählung «Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran». In Schmitts Bestseller – mittlerweile auch ein Klassiker der Schullektüre – findet  Momo, ein jüdischer Junge, der von seinem Vater nie Liebe erfuhr, in Monsieur Ibrahim einen Ersatzvater. Von ihm lernt er, wie er seinen Frieden finden und seinen Eltern verzeihen kann.

 

Nach der Adoption Momos brechen die beiden zu einer Reise in Ibrahims Heimat, in die Normandie, auf. Kurz bevor sie ihr Ziel erreichen, erleidet Monsieur Ibrahim bei einem Autounfall schwere Verletzungen und stirbt ruhig und gelassen in Momos Beisein in dem sicheren Wissen, dem Jungen alles Notwendige beigebracht zu haben und ihn gut versorgt zu wissen.

 

Das Ziel dieses Projektes war einerseits, dass die Lernenden einerseits so oft wie möglich Französisch sprechen. Andererseits ging es darum, ihnen die Art und Weise, wie ein literarisches Werk analysiert werden kann, näher zu bringen. Aus den Rückmeldungen der Gruppen ist zu entnehmen, dass die Schüler*innen viel gelernt haben und dass ihnen das Erarbeiten und Analysieren ihres Werkes im Rahmen dieses Projektes sehr viel Freude bereitet hat.

 

 

 

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